ES BRENNT DAS TALENT

 

Viele Talente verglimmen in der Glut,

Wenn man sie zur Flamme nicht entfachen tut,

Bläst starker Wind in die Glut hinein,

Wird bald eine richtige Flamme sein.

Ist das ein parteipolitischer Wind,

Kommt's drauf an, ob auch die Richtung stimmt,

Oder ist's vielleicht ein Privatmäzen

Wird wahrscheinlich der Wind auch richtig weh'n.

Doch manches Talent ist ein Scheintalent,

Daß Glut und Flamme ganz vergeblich brennt;

Oft wird aus dem Talent ein Superstar -Und wenn Gott will noch mehr sogar!

Wegen Kunst oder Antikunst

Steht es dann in der ganzen Welt in Gunst.

Nach seinem Tod, auf einem Leichenstein

Wird steh'n: „Er wird uns unersetzlich sein!"

 

BIS FÜNFE ZÄHLEN KÖNNEN

 

Weißt du, daß du sollst wissen, Was du mußt im Leben müssen;

Du sollst bis fünfe zählen können, falls man dir sollt' kein Glück vergönnen:

1. Du sollst sogar mit leerem Magen

2. Auch mal können Durst ertragen,

3. Ertrage auch der Hitze Qual -

4. Und auch die Kälte ohne Rock und Schal.

5. Wenn es dir sogar fehlt am Geld,

So wand're trotzdem fröhlich durch die Welt!

 

LETZTER WEG

 

Der Mensch macht viele Schritte In Angst und auch voll Mut,

Doch den Schritt ins Jenseits Er nur alleine tut.

Es hilft ihm da kein Wissen

Und auch keine List,

Sein Dasein zu verlängern,

Wenn er am Ziele ist. Es gibt auf dieser Erde Pfade und Wege viel,

Aber alle führen endlich Nur hin zum gleichen Ziel.

Der Mensch auf seinen Wegen

Will in Begleitung sein,

Auf seiner letzten Strecke -

Im Sarg - ist er allein. Wohl auf dem Weg zum Grabe So manche Träne fließt -

Es hilft doch keine Klage, Sosehr man ihn vermißt.

Es wechseln Freud' und Trauer , Auf dieser schönen Welt ?

Und es ist nichts von Dauer, '• Weil's dem Schöpfer so gefällt.

Der letzte Weg ins Jenseits -Führt er ins Paradies?

Es ist der Weg des Schicksals, Den keiner noch verließ -

Der Weg, den uns der Schöpfer wies!

1  2   3   4   5   6   7   8   9   10   11   12   13   14   15   16   17   18   19   20   21   22   23   24   25   26   27   28   29   30