DIE QUAL MIT DER ZAHL

 

Es spielen die Zahlen

Zu tausenden Malen

Im Leben des Menschen,

Was er auch mag denken, Was immer er wolle, Eine wichtige Rolle.

Es sorget für Ordnung, Als war es Verordnung,

Das Gesetz der Natur

Bei Mensch, Tier, Wald und Flur.

Die Zahl der Moleküle

In reichlicher Fülle

Sorgt für Körperstruktur Und für Körperkontur.

Um die Zeit zu erkunden Nach Minuten und Stunden,

Tagen, Monaten und Jahr'

Braucht man die Zahl, nachweisbar.

Zum Zählen bei Wahlen,

Auch da braucht man Zahlen, Bei Verdienst und Gewinn

Ist für den Staat etwas drinn Und was der Staat davon nimmt, Wird durch Zahlen bestimmt,

Mit Prozenten und Zahl

Rechnet man heute überall.

 

Beim Geborenwerden -

Und sogar im Sterben -

Überall die Zahl regiert, 'Man wird ja registriert.

Ist man einmal vor Gericht, Trägt die Zahl das Hauptgewicht,

 Denn der Paragraph, der zählt, Der sogar den Richter quält.

Grad die Null hat es in sich,

Ist das nicht verwunderlich?

Aus dem Nichts wird Trillion

Durch die Nullenposition.

Eh' der Mensch die Zahl erfand War ihm Rechnen unbekannt

Und er lebte mit heiter'm Sinn Ohne Hast und Streß dahin.

Jetzt herrschen zwei auf der Welt:

Es ist die Zahl und das Geld.

NOE UND DIE PROMILLE

Es ist des Rebenblutes Geist, Der uns den Weg zum Frohsinn weist,

Wenn man ihn trinkt mit Maß und Ziel -Sonst wird des Frohsinns allzuviel.

Schon Noe hat das ausprobiert, Wenn man davon zu viel verspürt -

Für ihn gab's noch kein Strafmandat, Weil man die Promille erst erfunden hat

 

ZUM 50. GEBURTSTAG

 

Du bist nun schon 50 Jahre auf der Welt,

Sag', welcher Wunsch dir am besten gefällt?

Der eine sagt: „Aufs Geld kommt's an,

Weil man damit etwas kaufen kann!"

Der andere wäre gern ein großer Herr

Mit viel Ehr' - er glaubt, dann ist er wer.

Was sich ein dritter wünschen tut,

Ist Gesundheit als höchstes Gut.

Ich sage euch voll Gottvertrau'n -Mein größter Wunsch, mein schönster Traum,

 Ist, daß mich die Familie liebt, Weil mir dies zum Glücklichsein genügt.

 

ALLES FLIESST

 

Es fließen Tränen, fließen Stunden Der Freude und der Traurigkeit;

Es vergeht die Freude, heilen Wunden Im Laufe unserer Lebenszeit.

Es wachsen Blumen und verblühen,

Es wächst Tier und Mensch, gedeiht die Flur,

Die Sonnenstrahlen kommen, fliehen,

Das ist ewiger Wandel der Natur. Es sagten schon die alten Griechen:

 „Man steigt nicht zweimal in den selben Fluß!"

Sie wußten schon, weil sie verglichen, Daß ständig alles fließen muß.

Diesen Grundsatz „Alles fließt" -

Wir wissen jetzt, nach vielen Jahren,

Daß daran nichts zu ändern ist.

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