ZEITDEFINITION

 

Wenn du zuviel um dein Leben bangst,

Heißt das, du hast vor dem Sterben Angst.

Man weiß schon längst aus Erfahrenheit

Die Zeit ist ein Kind der Ewigkeit;

Und sie ist jedem so zugeteilt,

Daß er nicht zu lang auf Erden weilt.

Man spricht auch von „verlorener Zeit". „Keine Zeit" bei dringender Gelegenheit,

„Laß dir Zeit", wenn einem grad die Muße freut, „Schade um die Zeit",

dann fehlt der Gewinn, Wenn nirgends ist Profit und Nutzen drinn';

 So sieht es aus mit unserem Zeitensinn.

Der Stundenzeiger macht gemütlich seine Rund',

Der Sekundenzeiger dreht sich x-mal in der Stund';

Seitdem der Mensch sogar die Armbanduhr erfand,

Trägt er eine Zeitmaschine auch an der Hand.

Beim Sport braucht man auch schon die Zehntelsekund',

Aus meiner Sicht ist dafür kein zwingender Grund.

Der Bauer beim Verrichten der Feldarbeit,

Er kannte nach dem Stand der Sonne die Mittagszeit;

Aber es brauchen jetzt die modernen Leut' Zu der normalen auch die Sommerzeit,

Man gibt so eine Stund' einem jeden Tag Und nimmt sie ihm wieder weg - bei gleicher Plag'.

Daraus ergibt sich nun folgende Frag':

Erhofft man sich dadurch viel mehr Ertrag?

Wenn nicht - wozu das dann wohl dienen mag;

Jeder Vernünftige die Antwort kennt:

Die Menschheit lebt nur vom Experiment

Und so man niemals und nirgends Grenzen kennt. So vergeh'n Stunden,

Tage, Monate und Jahr', Die Zeit vergeht und bleibt doch, was sie immer war;

Wenn sie der Mensch auch „totschlägt" oder „vertreibt

 Sie uns doch als alte neue Zeit verbleibt;

Bevor man den Kalender und die Uhr erfand

War die Zeit im ganzen Kosmos längst bekannt.

Wir alle müssen lernen, mit der Zeit zu geh'n,

„Wir haben keine Zeit", wenn wir sie nicht versteh'n;

An der Jahreszeit kann man ja ein Beispiel seh'n -

Lassen wir das nicht ungenützt vorübergeh'n,

Sekunden sind Teile der irdischen Zeit -

Augenblicke sind Sekunden der Ewigkeit.

 

NACHDENKLICHES

 

Mancher Anfang in unserem Leben ist recht schwer,

Das End' zu wissen, erschwert das Leben noch viel mehr;

Die Qual der Wahl im Menschenleben Die größte Schwierigkeit tut geben.

Darin wohl der Sinn unseres Lebens liegt,

Daß man den Griesgram mit Humor besiegt;

Ein Urteil sei immer gerecht und ehrlich, Ein Urteil vor dem Urteil ist gefährlich!

Oft wird das Recht durch Macht zur Lüge -

Wir brauchen Gerechtigkeit, Geduld und Wahrheitsliebe!

 

IMKERSPRÜCHE

 

Willst du die Imker unterstützen

Und dadurch der Wirtschaft nützen,

Dann kauf auch Honig und nicht bloß Wein,

Das hilft auch, um gesund zu sein;

Diesen Rat gibt dir bekannt ein Imker aus dem Burgenland.

Aus in Blumen gespeicherter Sonnenkraft

Der Biene Fleiß den Honig schafft,

Er dient als Nahrung und macht gesundes Blut,

Sofern man ihn auch benützen tut;

Dem Bienenvater bringt er Geld ins Haus,

sonst zahlt sich die Imkerei nicht aus.

Die Biene bringt Honig durch ihren Fleiß,

Der Imker freut sich auf den Honigpreis,

Der Honig kann uns allen nützen -

Er kann uns vor Krankheit schützen.

Muß wegen Krankheit der Doktor ins Haus,

Mit Honig treibt man beide hinaus -

Vom Bienenvater stammt dieser Rat,

Weil er Honig zu verkaufen hat.

Da Beunlstich, dea tuit wühl weh,

And deis äs hiaz bestimmt kua Schmäh,

Ea tuit a äs Rheuma vatreubn,

Daß die Glieda drum länga bewegli bleubn.

Wann die amol a Kraunkheit plogt, Glab nät, wos da Toukta sogt,

Nimm Haunig stott da Medizin -And du wiast daunn vül späita hin!

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