SILVESTERGEDANKEN ZUR ZEITENWENDE

 

Der Mittwoch teilt die Woche nur, Die Jahre teilt die Weltenuhr;

Es wird geteilt die Erdenzeit -Und wann teilt sich die Ewigkeit?

Die Silvesternacht teilt Jahr vom Jahr

Teilt zwischen Werden und dem War;

Die Weltenuhr schon längst bestand,

Den Silvestertag der Mensch erfand. Eine Frage hat mich interessiert -

Wie sowas eigentlich passiert, Daß man im Jahr 1996 zu Bette geht Und 1997 erst wieder aufersteht;

Es scheint als ob ich in meinem Bett

Ein ganzes Jahr verschlafen hätt' -

Doch da fällt mir plötzlich ein:

Das kann nur Jahresend' und Jahresanfang sein! Es ist von Gott so eingeteilt,

Daß man gewisse Zeit auf Erden weilt, Die Hebamme sorgt für das Geburtstagsfest

Und der Totengräber besorgt den Rest.

Wer 80 Jahre lebt - das ist schon viel,

Wer kennt schon seines Lebens Ziel?

Vielleicht ist man froh, daß man bald stirbt,

Wenn das Schicksal uns das Glück verdirbt.

Ein „Neues Jahr" kommt langsam her, Als Gegenwart, da eilt es sehr,

Als Vergangenes kehrt es nie zurück -Wie ein entflohener Augenblick.

 

DER SCHÖPFUNGSAKT

 

Am Montag schuf Gott die Engel, Himmel und Erde,

Am Dienstag befahl er, daß Licht auch werde,

Am Mittwoch teilte er Meer und Berge,

Am Donnerstag schuf er Pflanzen und Tiere der Erde,

Am Freitag schuf er erst den Menschenmann,

Am Samstag machte er für ihn ein Weib,

Daß sich mit dessen schönem Leib

Der Mann am Sonntag spielen kann -

So fing das Menschenleben an.

 

LEBEN HEISST WÜNSCHEN

 

Wünsch' dir was, bis du dein Leben wirst beenden,

Vielleicht hältst du dein Schicksal so in deinen Händen,

Bist du nicht mehr fähig, einen Wunsch zu haben,

Dann lasse dich bald in den Friedhof tragen Und deine Seel' soll sich ins Paradies begeben,

 Dort kann sie ewig wunschlos weiterleben!

 

 

FREUE DICH DER JUGEND!

 

Lache und springe solange du ein Kind,

Spiele und singe - die Zeit schnell verrinnt! Noch ist es herrlich zur Schule zu geh'n,

Doch dann wird's beschwerlich die Welt zu versteh'n. Dann wechseln häufig Freude und Weh

Und es sagen die Puppen und das Spielzeug ade! Lebe mit Freud' und fröhlichem Sinn,

Es kommt noch viel Leid, wenn die Jugend dahin!

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